In zwoelf Kapiteln erzaehlt Godard die Passion der Nana S. im Paris der fruehen 60er Jahre. Nana arbeitet in einem Schallplattengeschaeft. Da sie die Miete nicht mehr bezahlen kann, wird sie allmaehlich zur Prostituierten, erst gelegentlich, dann aber, nachdem sie einen Zuhaelter gefunden hat, professionell. Godard zeigt nicht, was Nana als Prostituierte tut, sondern was mit ihr geschieht. In einer Mischung aus Dokumentation und Fiktion entsteht das Bild einer jungen Frau, die Objekt in einer entfremdeten Welt ist und sich der Fremdbestimmung entziehen will. Dieser durch Zwischentitel in zwoelf Kapitel gegliederten Film ist Godards erster Versuch, die bislang uebliche Film-Erzaehlung durch einen Film-Essay zu ersetzen. Er ist gleichzeitig auch der bis dahin (1962!) radikalsten Bruch mit dem klassischen Erzaehlkino.
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