Eugen Onegin, ein Muessiggaenger, Zyniker und Ladies-Man von Adel, doch von versiegenden Einkuenften, wird an das Sterbebett seines Onkels auf dessen prachtvollen Landsitz in der Provinz gerufen. Zwar kommt er zu spaet und sieht den Verblichenen erst auf dem Totenbett, die ersehnte Erbschaft aber ist ihm dennoch sicher. Ein Gluecksfall fuer einen Mann, der beinahe mittellos mit ueppiger Lebensfuehrung ein dickes Bankkonto fuer selbstverstaendlich haelt. Sofort begibt sich Onegin auf den ererbten, prachtvollen Landsitz ... eine Welt, die ihm mehr als fremd und unwirtlich erscheint. Obwohl er mit Ehrerbietung begruesst wird, bemerken die Bewohner doch sehr schnell, dass der neue Patron und hohe Herr wenig Gespuer fuer ihre Beduerfnisse mitbringt und gaenzlich ohne Sensibilitaet fuer ihr Leben und dessen Schwierigkeiten ist. Kein Wunder, dass Onegin auf seinem Besitz auf wenig Sympathie und Begeisterung stoesst. Um ein wenig Zerstreuung zu finden, beginnt sich Onegin mit seinem Nachbarn Lensky anzufreunden. Und als er mit ihm dessen Verlobte Olga und deren Familie besucht, trifft er erst mal deren Schwester Tatyana. Auftreten und Interessen der sensiblen Schoenheit verzaubern ihn, und es scheint, als springe ein Funke zwischen den beiden ueber. Doch, ist es Duenkel oder Vorsicht, all zu weit traut sich Onegin doch nicht aus dem Panzer seines Zynismus. Auch Tatyana ist entflammt, sie schreibt Onegin einen leidenschaftlichen Liebesbrief. Eine ebenso mutige, wie fatale Entscheidung, denn nun zieht sich der Mann, Verwicklungen fuerchtend, die sich seiner Kontrolle entziehen, wieder zurueck. Er kann seine Gefuehle fuer Tatyana nicht zulassen. In seiner Antwort weist er wider besseren Wissens ihre eindeutigen und ernsthaften Avancen entschieden zurueck und verletzt Tatyana damit tief. Ungewollt setzt sich eine Kettenreaktion in Gang, die schreckliche Auswirkungen haben wird. Ein Missverstaendnis schicksalshaften Ausmasses zerreisst die freundschaftlichen Bande zwischen ihm und Lensky. Es muss erscheinen, als habe sich Onegin unehrenhaft der huebschen Olga genaehert. Es kommt zu einer Duellforderung ... Doch auch nach diesen furchtbaren Wendungen ist der Schicksalsweg fuer Onegin noch nicht zuende. In seinem freiwilligen Exil ueberkommt ihn zwar eine Tiefe Reue, nur zu gerne wuerde er sein Verhalten Tatyana gegenueber wieder rueckgaengig machen. So entschliesst er sich, dieser wundervollen Frau doch noch seine Liebe zu gestehen - aber es scheint, als koenne Onegin in diesem Leben kein Glueck mehr finden.
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