Die Welt um das kleine Wuestenstaedtchen Twentynine Palms ist feindlich: Wenn das Paerchen ueber die Strasse geht, wird es bereits von vorueberfahrenden Rednecks beschimpft. Und tatsaechlich scheinen der cooler Fotograf und das filigrane Model im Kaputzen-Shirt so gar nicht in diese erstarrte Umgebung zu passen. Doch meist sind die Strassen menschenleer und niemand stoert sich daran. Einmal gehen sie in einen Supermarkt mitten in der Wueste, der eine ernorme Produktpalette vorraetig haelt - und keine Kunden weit und breit. Solche Bilder haben etwas Bizarres - und stehen wohl genuin fuer das, was der franzoesische Filmemacher Bruno Dumont ueber Amerika denkt: Konsumismus, latente Aggressionen, aber meistens: Leere (darin aehnelt er seinem Kollegen Jean-Luc Godard). Vorbei ist die cineastische Verklaerung des europaeischen Blicks auf die USA aus den wehmuetigen Filmen von Wim Wenders: Das Amerika von TWENTYNINE PALMS ist eine Chiffre, ein Symbol jener existenziellen Leere, die mehr und mehr von dem Film und seinen Protagonisten selbst Besitz ergreift. Und irgendwann stellt sich die bange Frage: Was existiert jenseits dieser Leere?
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