Thomas Berndorf, der 13jaehrige Sohn eines West-Berliner Geschaeftsmannes, und sein Freund Hannes, dessen Vater als Werkmeister arbeitet, schliessen eine verhaengnisvolle Wette ab. Um zu sehen, ob Thomas Mutter auch ohne teuren Schmuck die Schoenste ist, stiehlt er ihr ein wertvolles Kollier. Als die Polizei ins Haus kommt, wird ruchbar, dass dieses Kollier nur auf Pump gekauft wurde. Ueberhaupt ist der angebliche Reichtum von Geschaeftsmann Berndorf nur behauptet: mehr Schein als Sein ... Trotz seines gesellschaftskritischen Anliegens wurde der Film Die Schoenste, 1958 von der DDR-Filmgesellschaft DEFA gedreht, verboten. Als Gruende galten vor allem die versoehnlerische Sicht auf den Westen (die Fabrikantenfamilie kommt am Schluss wieder zusammen) und die Darstellung eines kleinbuergerlichen Arbeiterhaushalts. Auch eine zweite, stark gekuerzte, umgeschnittene und mit neuen Szenen versehene Fassung des Films wurde 1959 nicht genehmigt. So konnte Die Schoenste erst vierzig Jahre nach seiner Entstehung rekonstruiert und uraufgefuehrt werden. Die Premiere fand im Mai 2002 statt und ermoeglichte Einblicke in ein spannendes Kapitel deutscher Film- und Zensurgeschichte. Die vorliegende DVD enthaelt beide Fassungen des Films sowie ein Booklet mit zahlreichen historischen Details und einen umfangreichen Report ueber die Hintergruende der Entstehung und des Verbots, in dem sich viele noch lebende Beteiligte an der Schoensten zu Wort melden.
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